DAS ZITTERN HAT EIN EINDE, 2016

Eine kollaborative Performance mit Aleksandra Bozek-Muszyńska, Paul Philipp Heinze, Linards Kulless, Christoph Mühlau, Suse Wächter

Idee/Gesamtkonzeption/ Dia- und Videoinstallative/ Schlagzeug Performance: Magda Tothova Idee/Gesamtkonzeption/ Soundperformance: Paul Philipp Heinze
Choreographie/Puppenspielerin: Suse Wächter
Choreographie/Tanzperformerin: Aleksandra Bozek-Muszyńska
Bühne/Soundperformance: Linards Kulless
Kostüm/Performance: Christoph Muhlau

Dauer der Performance: 50Minuten

SHOWINGS

UNSAFE+SOUNDS FESTIVAL : DETUNINGS OF THE ACCELERATED SELF
September 21st, 2016
WUK PROJEKTRAUM
6pm, 7:30pm and 9pm


DAS ZITTERN HAT EIN ENDE – TRAILER 2016 from magda tothova on Vimeo.

Nach ihrer mehrjährigen Recherche rund um die russisch-amerikanische Science-Fiction Autorin Ayn Rand, entwickelte die Künstlerin Magda Tothova in Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen Paul Philipp Heinze die Performance »DAS ZITTERN HAT EIN ENDE«, die erstmals im Rahmen des Festivals »Unsafe+Sounds« gezeigt wird.

Im Kontext der US-amerikanischen Präsidenschaftswahlen 2012, erfährt Tothova das erste Mal vom Einfluss Ayn Rands auf nationale Politiker, wie dem Republikaner Alan Greenspan und Paul Ryan. Sie beginnt mit ihrer Recherche.
Getrieben von der Idee die Gesellschaft zu optimieren, stellt Ayn Rands objektivistische Ethik die Prämisse eines rationalen Egoismus. Im Zuge ihrer mehrmonatigen USA-Aufenthalten, stellt Tothova fest, dass sich diese radikal kapitalistische, libertäre und vernunftorientierte Ideologie Rands sowohl in der immer einflussreichereren Technologie-Branche von Silicon Valley wiederfindet, ebenso im stark konkurrierenden Verhalten mancher linker Feministinnen wiederfinden lässt. Die Omnipräsenz egoistischer Handlungsstränge wird für Tothova somit in den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten deutlich.
Ausgehend von diesen Überlegungen, stellen sich Tothova und Heinze gemeinsam die Frage, in welchen geistigen und atmosphärischen Räumen der westlichen Welt der philosophische Ansatz des Rand’schen Objektivismus Anklang gefunden hat.
Für die performative Verarbeitung der gesammelten Eindrücke suchen Tothova und Heinze nach alternativen Methoden, um den möglichen Ursprung eines sich selbst-optimierenden und seine Talente suchenden Individuums zu ergründen.
Die Ergebnisse fügen sie mit der Tänzerin und Choreographin Aleksandra Bożek-Muszyńska und der Puppenspielerin Suse Wächter in einer medienübergreifenden Performance zusammen. Magda Tothova optimiert sich dafür selbst am Schlagzeug, unterstützt von den Klangarchitekturen Paul Philipp Heinzes.
Die installativen Settings und Kostüme wurden gemeinsam mit den Künstlern und Performern Linards Kulless und Christoph Mühlau entwickelt. (Text:Shilla Schüsselmayer)